Ich freue mich sehr, diesen digitalen Garten ins Leben zu rufen, in dem ich gemeinsam mit Euch die Rolle des Personal Knowledge Managements (PKM) in Bildungskontexten erkunden möchte.
Ich bin Professor für Sozialwirtschaft an einer deutschen Hochschule und arbeite an der Schnittstelle von Lehre, Sozialmanagement, angewandter interkultureller Forschung, Hochschuldidaktik und Projektmanagement. Mein Hintergrund ist in den Sozialwissenschaften, der Betriebswirtschaftslehre und Evangelischen Theologie. Besonders interessiert mich, wie PKM reflektiertes Handeln, akademisches Schreiben, Wissensproduktion und bedeutungsvolles Lernen unterstützen kann. Letztes Jahr habe ich einen berufsbegleitenden Master im Bereich Hochschuldidaktik abgeschlossen – mit der Thesis „Digital Gardening as a Reflective Practice for Teaching Development: A Phenomenographic Analysis of Higher Education Teachers’ Personal Knowledge Management.”
PKM ist weit mehr als das Sammeln von Notizen oder die Nutzung einer bestimmten App. Es ist eine Möglichkeit, mit Ideen, Gedanken und Informationen konstruktive zu arbeiten, das dabei hilft, das Wesentliche zu erkennen, Verbindungen zu vorhandenem Wissen herzustellen und dieses Wissen sinnvoll anzuwenden – um andere beim Lernen oder beim Entwickeln neuer Gewohnheiten zu unterstützen. PKM fördert unser Denken, Schreiben und Lernen – besonders in einer Zeit, die von Informationsüberflutung, Vielfalt an Plattformen und generativer KI geprägt ist.
Ich sehe PKM als eine bedeutsame digitale Praxis, um die Verantwortung für Lernprozesse und Wissensarbeit selbst zu übernehmen. Es geht nicht nur darum, Informationen zu speichern, sondern auch klarer zu denken, zielgerichteter zu schreiben und Ideen über die Zeit hinweg weiterzuentwickeln. PKM macht intellektuelles Wachstum sichtbar – für uns selbst und potenziell auch für andere.
In der Hochschullehre sollte PKM meiner Überzeugung nach als flexible, reflektierte und zutiefst individuelle Praxis im Umgang mit Wissen vermittelt werden. Die eigentliche Herausforderung besteht nicht nur darin, PKM zu lehren, sondern es für Studierende als angehende Fachkräfte, Führungspersonen und Lehrende relevant und nützlich zu machen – Menschen, die Lernende in verschiedenen Phasen ihres Lernens begleiten.
PKM ist für mich eng mit Lehrportfolios, akademischem Schreiben, Curriculumentwicklung, der Dokumentation meiner Lehrtätigkeit, dem Erwerb neuer Kompetenzen und einer reflektierten Bildungspraxis verknüpft. Besonders interessiert bin ich daran, wie PKM in der Hochschulbildung nicht einfach als „Add-on” etabliert werden kann, sondern als bedeutungsvolle Praxis vermittelt werden kann, die dazu beiträgt, bestehende Ungleichheiten im Bildungssystem zu verringern.
Ich beschäftige mich regelmäßig mit Fragen wie:
In meiner eigenen Praxis arbeite ich mit digitalen Werkzeugen und Workflows und interessiere mich besonders dafür, wie Systeme wie Obsidian, Roam Research, Tana und anderen wissensunterstützenden Umgebungen, die zur nachhaltigen Wissensarbeit in der Wissenschaft beitragen können.
Ich freue mich sehr über den Austausch von Ideen, Konzepten und praktischen Ansätzen, um PKM auf realistische und sinnvolle Weise in die Hochschulbildung zu integrieren. Besonders interessiert mich die Zusammenarbeit in folgenden Bereichen: - Lehr- und Workshop-Design - PKM für akademisches Schreiben und reflektiertes Lernen - PKM und KI-Integration - Forschung zu PKM in Bildungskontexten, z. B. zu Digital-Gardening-Ansätzen - Hochschuldidaktische Personalentwicklung (z. B. Train-the-Trainer-Ansätze)
Dieser digitale Garten ist Open Source und frei zugänglich. In diesem GitHub-Repository findest du alles, was du brauchst, um loszulegen.
Ich freue mich auf den Austausch!